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Die Wege der Provider sind unergründlich

Geschrieben von admin on September 2nd, 2009 plaziert in Blog

Guten Abend,

die Wege der Provider sind unergründlich, wie ich genervt feststellen muss. Nach 3 Jahren wollte ich meinen überteuerten Provider wechseln und habe mir eine günstige Alternative gesucht. Ich habe mit vielen Providern telefoniert und etliche Webseiten und Angebote durchforstet, aber kaum jemand bot mir zu meinem Anschluss (und einem fairen Prais) eine Telefon- und Internetflatrate mit fester IP-Adresse an. Außer ein Provider, der mit der hübschen Frau: Alice! Ich weiß was Ihr denkt, ich habe es auch gedacht und denke es jetzt wieder. Wie kann man nur so blöd sein und zu Alice wechseln? Alice ist doch auch einer diese Dumping-Flatrateanbieter mit Null Know-How dahinter. Ich muss gestehen, mich hat es schwach gemacht, dass Alice mir im Business-Tarif eine feste IP-Adresse geben kann. Da konnte ich überhaupt nichts gegen machen. Egal, ist halt die Hübsche geworden. Ich hab also vor ein paar Monaten Alice beauftragt mir zum 1. September meine Flatrates anzuschalten.
Ich hatte so meine Bedenken, ob das alles reibungslos verlaufen wird. Die alten Provider wollten am 31.08. 23:59 Uhr die Leitungen kappen und Alice sollte dann im Laufe des Tages übernehmen. Der Alice-Kundenservice teilte mir mit, dass es prinzipiell keine Probleme geben sollte, wenn der alte Provider meinen Port direkt freigibt, aber es soll schon Fälle gegeben haben, bei dem der alte Provider stinkig wegen der Kündigung war und den Port erst nach 2-3 Tagen freigegeben hat. Ich machte mir schon so meine Gedanken. Ich kenne ja mein Glück, das kann ja nur in die Hose gehen. Also rief ich bei meinem alten Provider an und stellte ihn zur Rede. Ich wollte wissen, ob die meinen Port direkt freigegeben haben oder ob die stinkig sind, dass ich gekündigt hatte. Immerhin hatte ich ja auch dort einen Business-Account. Der nette Mensch vom Kundenservice teilte mir dann mit, dass QSC den Port noch in derselben Nacht zurück an die Telekom freigeben würde. Ich stellte mir da so einen Kurierfahrer vor, der mit einem Haufen Ports zur T-Kom fährt… öh… ja. Da war ich schon beruhigt. Aber dann kam sein “Aber”. “Aber,” sagte er “es kann sein, dass die Telekom den Port nicht freigibt. Es sind Fälle bekannt, wo es über eine Woche gedauert hat, bis der Port frei war”. Ich war entsetzt… ich wusste gar nicht was ich sagen sollte, denn ich kenne mein Glück ja. Naja, eigentlich kenne ich es nicht, denn es ist immer auf Jück (das Glück). Ich malte mir schon die schlimmsten Szenarien aus und wies Tine schonmal darauf hin, dass wir bestimmt eine knappe Woche kein Internet haben würden. Muah… disconnected from the collective… I am alone!!! Ok, ok… das Gute ist, dass ich in der ersten Septemberwoche zu Hause bin, so kann ich dann halt schön Stress machen (sind ja alles 0800er Nummer :D).

Dann kam letzten Freitag das Paket von Alice. Mein DSL-Modem/Router. In dem beiliegenden Briefchen (die Hübsche starrte mich an) stand, dass ich das DSL-Modem/den Router bis 08:00 Uhr morgens angeschlossen haben soll und dass die Aufschaltung dann bis 12:00 Uhr erfolgen sollte. Na… das klingt doch schonmal gut. Bis 12 Uhr… was mache ich zwischen 08:00 Uhr und 12:00 Uhr? Mir fielen da ein paar Sachen ein. So gegen 10:00 Uhr probierte ich das erstmal das Modem zum Laufen zu bekommen. Aber direkt bei der Willkommensbegrüßung war schon Schluss. Meine Pins und Passwörter wurden nicht angenommen. Schade… ich wartete also bis um 12:00 Uhr und probierte es dann direkt noch einmal… hey… ich kam schon einen Screen weiter, aber das wars dann auch. Ich rief also bei der Alice-Hotline an (Das ist auch eine 0800er :D). Der Mensch am anderen Ende der Leitung guckte nach und sagte mir, dass mein Port frei ist (YEAH!!!! Free, free like the wind), dass es aber eine Fehlschaltung von Alice gegeben habe. Diese müsse korrigiert werden und das könne bis 14:00 Uhr dauern (doh’). Nagut… ich gebe zu, ich war schon ein wenig nervös… ist ja mein erstes Date mit der Alice gewesen. :) Während ich so wartete, habe ich mir meinen Ipod genommen und mich ganz nah ans Fenster auf die Couch gelegt, so konnte ich mich wenigstens in das Nicht-Passwortgeschütze WLAN-Netz einloggen und ein wenig surfen… um 14:00 Uhr probierte ich es wieder und es ging noch immer nicht. ARGH! Also rief ich wieder bei der Hotline an und fragte, warum mein Anschluss denn noch nicht freigeschaltet sei. Da meint der Mensch … dieser… dieser… Mensch…, dass Alice noch keine Rückmeldung von der Telekom habe, ob mein Port frei sei. ARGH!!! Ich war ein wenig… naja nicht unhöflich, aber schon leicht in Panik. Ich erklärte ihm, dass mir sein Kollege um 12:00 Uhr gesagt hatte, dass mein Port frei ist und dass Alice Mist gebaut hat und den Port falsch aufgeschaltet hat. Als Antwort bekam ich nur: “Da war der Kollege wohl ein wenig voreilig”. NEEEEEEEEEEEEEEEEEEIN…. Nein, nein, nein, das kann nicht sein … ich erklärte ihm, dass ich bei dem Spiel mit dem Modem schon bei Level 2 angekommen war und dass meine Lämpchen blinken usw. Er ließ sich also von mir breitschlagen und maß meine Leitung. Als er fragte, ob das DSL-Lämpchen am DSL-Modem/Router blinke, sprang ich auf und ging nachgucken. Es blonk :) Yeah … er sendete einen Blink und ich sah es blonken :D
Er ging dann mit mir die Konfiguration des DSL-Modem/Router durch und ich war Online! Online! Reconnected to the hyve. :D
Extrem toll… ich fühlte mich frei und war gut gelaunt und glücklich.
Fazit: Die Hübsche war auf Zack und um 14:30 Uhr Ortszeit hatte ich mein DSL und Telefon, alles Flat und keine Probleme…

Aber, immer wenn man glücklich ist, kommt eine Nachricht die einen zurück auf den Boden der Tatsachen holt.
Aber ich hab da gleich mehrere…..

- Eine IP die nicht fest ist
- Ein Router der nicht routet
- Ein Router der sich selbstständig resettet

Mehr dazu… ab morgen früh auf hypnotized.de!